Am Samstag den 28. März 2015 um 13:30 wurden die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Kleinrinderfeld zu einem angenommenen Dachstuhlbrand des leerstehenden Schulgebäudes in Kleinrinderfeld gerufen.

Kurze Zeit nach dem Alarmeingang rückten die Floriansjünger mit dem Löschgruppenfahrzeug LF8 und dem Mannschaftstransportwagen zu der gemeldeten Einsatzstelle aus. An der Einsatzstelle angekommen begaben sich die Gruppenführer Marcel Grimm und Viola Scheder umgehend auf die Erkundung.

Dabei stellten sie fest, dass alle Türen verschlossen waren und nur ein Fenster im Erdgeschoss, rechts neben dem Haupteingang geöffnet war. Bei der Befragung des Anrufers, stellte sich ebenfalls heraus, dass durch dieses Fenster zwei Personen in das Gebäude eingestiegen seien. Marcel Grimm entschied sich umgehend einen Trupp unter umluftunabhängigen Atemschutz in das Gebäude vorzuschicken um eine Menschenrettung durchzuführen.

Der Angriffstrupp rüstete sich darauf mit Atemschutzmaske, Atemschutzgerät, Feuerwehrleine, Schlauchtragekorb, Strahlrohr und einer Axt aus.
Zeitgleich stellte der Wassertrupp des LF 8 die Wasserversorgung her.
Nachdem sich der Angriffstrupp ausgerüstet hatte, stieg er über das Fenster in das Gebäude ein und begab sich über das Treppenhaus umgehend Richtung Dachgeschoss. Kurze Zeit später fand der Trupp, im stark verqualtem Dachboden, eine bewusstlose Person und begann sofort mit der Personenrettung. Anschließend führte der Angriffstrupp die Brandbekämpfung durch. Schon bald konnte “Feuer aus” gemeldet werden.

Die Gruppenführerin Viola Scheder ließ von ihrer Mannschaft, während des Innenangriffs, eine Riegelstellung aufbauen, um den benachbarten “Neubau” und weiter Gebäudeteile vor eventuellen Flammenübergriffen zu schützen.
Wärend der gesamten Übung beobachtete 1. Kommandant Maximilian Müller mit zwei Kollegen aus Bad Brückenau und Volkers den Übungsverlauf, um am Ende ihre Eindrücke der Mannschaft weitergeben zu können. Die drei Beobachter waren sich einig, dass es zwar kleinere Mängel in der Mannschaft sowie an der Ausrüstung gab, aber dazu seien schließlich Übungen da, um Fehler zu erkennen und diese schnellst möglich abstellen zu können.

Zum Schluss bedankte sich Maximilian Müller bei den Teilnehmern der Übung und den beiden Beobachtern Christian Kötzner und Mario Brust. Sie konnten uns einige Tipps und Verbesserungsvorschläge geben, die wir in Zukunft umsetzen werden. Desweiteren wünschte er sich, in Zukunft wieder mehr Teilnehmer bei den Übungsveranstaltungen begrüßen zu dürfen. Er verstehe zwar, dass bei dem einem oder anderen die Motivation sinkt, nachdem es immer wieder Rückschläge für die Feuerwehr gibt, aber deswegen sollte man sich nicht entmutigen lassen und sollte versuchen mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln das Beste zu erreichen.